Stärkung der intensivmedizinischen Versorgung: Agaplesion Markus Krankenhaus gründet ECMO-Zentrum

18. Juli 2024

Frankfurt am Main, 18. Juli 2024 – Das Agaplesion Markus Krankenhaus bietet ab sofort die sogenannte Extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) an – ein spezielles Verfahren, das im Fall von Herz- und/oder Lungenversagen Leben retten kann. Im neu gegründeten ECMO-Zentrum der Klinik für Notfall- und Intensivmedizin sind nun alle erforderlichen Systemkomponenten verfügbar. Damit gehört das Agaplesion Markus Krankenhaus zu einem der wenigen Krankenhäusern, die diese lebensrettende Behandlung in Frankfurt anbieten können.

„Die ECMO-Therapie kommt zum Beispiel während oder nach einer Reanimation, bei schwerer Atemnot mit Lungenversagen oder nach einer Lungenembolie zum Einsatz. Die Maschine kann die Funktion von Lunge und/oder Herz übernehmen, indem sie das Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff anreichert und dem Körper wieder zuführt“, sagt Dr. med. Firat Sipahi, Oberarzt der Klinik für Notfall- und Intensivmedizin und Leiter des ECMO-Zentrums. Gemeinsam mit dem ECMO-Team der Klinik, die von Chefarzt Prof. Dr. med. Simon Little geleitet wird, hat er bereits die ersten Implantationen des Geräts bei Patient:innen durchgeführt.

„Die Maschine bringt keine Heilung. Vielmehr verschafft uns ihr Einsatz Zeit – jene Zeit, die Herz und Lunge brauchen, um sich zu erholen“, sagt Dr. Sipahi. Der Zeitraum, in dem eine Patientin oder ein Patient an die ECMO angeschlossen ist, reicht von Tagen hin zu maximal mehreren Wochen.

„Wir sind sehr froh, den Patientinnen und Patienten des Agaplesion Markus Krankenhauses das ECMO-Verfahren anbieten zu können. Angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft und einer hohen Zahl an Menschen mit koronaren Herzerkrankungen oder schweren Lungenentzündungen sind wir damit für kommende Herausforderungen gerüstet und können unseren Patientinnen und Patienten anstrengende Verlegungen in andere Kliniken ersparen“, sagt Dr. Sipahi.

In der Zukunft möchte sich die Klinik für Notfall- und Intensivmedizin im Bereich der Kreislaufunterstützung weiterentwickeln und perspektivisch ein überregionales Kompetenzzentrum werden.

 

Weitere Informationen über das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS finden Sie im Internet unter: www.markus-krankenhaus.de

Das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS bildet gemeinsam mit dem AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS die AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN gemeinnützige GmbH. Die beiden Kliniken verfügen über insgesamt 872 Betten und 70 teilstationäre Plätze. Im Jahr 2023 wurden dort mehr als 31.600 Patient:innen stationär, über 10.400 Patient:innen vor- oder nachstationär behandelt, rund 10.700 ambulante Notfälle versorgt sowie circa 2.600 ambulante Operationen vorgenommen.

Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet, um vorwiegend christliche Gesundheitseinrichtungen in einer anspruchsvollen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zu stärken.

Zu AGAPLESION gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 22 Krankenhausstandorte mit 6.443 Betten, 39 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit 3.524 Pflegeplätzen, fünf Hospize, 34 Medizinische Versorgungszentren, sieben Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie. Darüber hinaus bildet AGAPLESION an 15 Standorten im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege aus. 22.000 Mitarbeiter:innen sorgen für eine patient:innenorientierte Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Pro Jahr werden mehr als eine Million Patient:innen versorgt. Die Umsatzerlöse aller Einrichtungen inklusive der Beteiligungen betragen 1,8 Milliarden Euro.

 

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Zum ECMO-Team des Agaplesion Markus Krankenhauses gehören Zentrumsleiter Dr. med. Firat Sipahi (Mitte), Oberärztin Dr. med. Klaudia Adler, Chefarzt Prof. Dr. med. Simon Little, Pflegefachleitung Jens Trinkaus und der stv. Stationsleiter Matthias Reinhardt (v.l.n.r.). (© AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN.